Ostbelgistan führt electoral college ein!

Es kam letztlich nicht unerwartet, aber doch früher als gedacht: Die Deutschsprachige Gemeinschaft führt das Electoral College für ihre Wahlen ein – und das auch rückwirkend auf die Wahl 2019. Was das bedeutet, lesen Sie hier.

Die große Spannung, der Showdown, das Gewissen am Wahlabend, wer die Regierung bildet. All das sind Dinge, die einige Menschen am amerikanischen Wahlsystem zum belgischen bevorzugen. Und weil das Interesse an den US-Wahlen vielerorts größer ist als an den DG-Wahlen, hat man sich nun entschieden, das Electoral College Winner Take All-System in die DG zu übertragen.

Die Vereinigten Gemeinden von Ostbelgistan, wie sie in Zukunft genannt werden, machen demnach 25 Wahlleute aus, die an der Bevölkerung gemessen werden. Eupen erhält 6; Kelmis 4; Raeren und Sankt Vith 3; Lontzen, Bütgenbach, Büllingen, Amel 2; Burg Reuland 1. Bei der Wahl zum Ministerpräsidenten wandern diese vollständig ins Lager des Spitzenkandidaten mit den meisten Stimmen in der jeweiligen Gemeinde. Für die Besetzung des Parlaments erhält die Partei mit den meisten Stimmen in der Gemeinde die Anzahl der Wahlleute als Sitze.

Überraschend kam die Ankündigung, dass man dieses System auch rückwirkend nutzen würde und somit die Wahl von 2019 folgendermaßen aktualisiert werden muss.

GemeindeE.C.PaaschKraftAntoniadisBalterMockelWeykmans
Kelmis4340302389102123200
Lontzen22491541505768192
Raeren3423187191137105283
Eupen614136401067423472607
Büllingen239917715560839213
Bütgenbach238516220849183170
Amel247122424349790149
Sankt Vith31001387305505120299
Burg-Reuland1266174881555180

Oliver Paasch wurde demnach zum Ministerpräsidenten gewählt und darf alle Minister-Ämter besetzen. Sein Erfolg ist mit 15 Wahlleuten ein deutlicher und einzig von Michael Balter und Antonios Antoniadis angefochten. Jedoch muss sich Paasch und seine Exekutive von nun an mit einer absoluten CSP-Mehrheit im Parlament rumschlagen, da die CSP Gemeinden im Wert von 13 Wahlleuten/Sitzen als stärkste Partei abschloss. Die CSP stellt damit nun auch die Parlamentspräsidentschaft. Dieser Posten geht an Jolyn Huppertz. Wer die ehrenvolle Aufgabe hat, Karl-Heinz Lambertz das zu erklären, ist noch nicht klar.

Eine Besonderheit der Wahl ist der lila Gürtel der ostbelgischen Midlands, in denen Vivant zum ersten Mal sowohl in der Exekutive, als auch in der Legislative eine Mehrheit erlangen konnte.

GemeindeSitzeProDGCSPSPVivantEcoloPFF
Kelmis47391276907284516482
Lontzen2580677401211420474
Raeren3733852398427521470
Eupen626152327182896617631164
Bütgenbach2699584526910341321
Büllingen2826567411877171460
Amel2786692495828309283
Sankt Vith313951584639962591638
Burg Reuland1533660215312270162

Große Ernüchterung herrschte währenddessen darüber, dass durch dieses Ergebnis die aktuell kombiniert etwa 40% der Stimmen von Sozialisten, Grünen und Liberalen nicht mehr repräsentiert werden. Um eine ausgleichende Relativität zu erreichen unterschrieb Oliver Paasch eine Executive Order, in der er eklärte, von nun an sei das Amt des Europaabgeordneten relativ zu besetzen: Pascal Arimont hat das Amt nun montags und freitags inne, Ecolo dienstags, die SP mittwochs, Vivant donnerstags vormittags und die PFF donnerstags nachmittags.

2 Kommentare zu “Ostbelgistan führt electoral college ein!

  1. Dieser Beitrag ist nicht auf der Webseite OD angezeigt; oder habe ich da etwas nicht verstanden?

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