Parteilogos für 2020 vorgestellt

Im Rahmen der letzten Sitzungswoche im PDG wurden nun die neuen Logos der Parteien für 2020 vorgestellt.

Die Konzeption jener Logos folgte einem strengen Marketing-Plan und möchte die Corporate Identities der Parteien stärken. Soweit zumindest die Erklärung des Konzeptbüros bei der Überreichung der Rechnung an die Parteichefs.

Zusätzlich zu den Logos soll es auch konzeptuelle Parteiplakate geben, diese sollen in Kürze vorgestellt werden.

Eine Regierung haben wir bisher nicht, aber durch die N-VA kündigt sich eine siebte Staatsreform an. Diese wird, so konnte Ostbelgistan Daily erfahren, Belgien völlig unkompliziert machen.

Die größten Neuerungen sind die Einführung von drei neuen Gremien: Dem Bürgerrat, der Bundesstaatskammer und die Gouvernanzen. Der Bürgerrat wird von zufälligen Bürgern besetzt. Diese dürfen Themen bestimmen, die sie dem Senat „aufzwingen“ können. Da der Senat jedoch keinerlei Weisungsbefugnis im neuen System mehr hat, werden die Themen des Bürgerrats nach eingehender zur-Kenntnis-Nahme verworfen.

Die Bundesstaatskammer ist eine Versammlung von sämtlichen Politikern im Land, die nicht auch in der Kammer sitzen. Mit dieser Maßnahme verhindert man, dass kleinere Parteien nicht die Chance haben, Ämter zu kumulieren. Die Bundesstaatskammer kann keine eigenen Beschlüsse fassen, dafür aber Beschlüsse aller anderer Gremien aufheben.

Bei den Gouvernanzen handelt es sich um ein unglückliches Missverständnis bei einer Übersetzung, das dazu führt, dass man zwei exakt gleiche Gremien hat mit denselben Kompetenzen, Besetzungen und Sitzungsgeldern. Glücklicherweise hat im neuen Systems keines der beiden Gremien irgendeine Befugnis.

Aber das System hat auch kleinere Verbesserungen: Die Gemeinden haben sich für unabhängig erklärt und machen ihr eigenes Ding. Die Sprache in der Kammer wird Englisch, weil sich sonst Flamen und Wallonen nicht beschimpfen können. Da kein anderer Gliedstaat mehr Interesse am Senat hat, besteht der nur noch aus dem deutschsprachigen Mitglied. Für die Bundesstaatenkammer wird ein neues Parlament für 1,4 Bil € aus massivem Gold gebaut.

Heidbergkloster abgerissen

Es ist die Antwort auf die Kritik an den roten Zahlen des Heidbergklosters. Am Wochenende wurde das altehrwürdige Gebäude abgerissen. Aus dem Millionengrab soll nun eine Tankstelle werden.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts gebaut und Mitte des 19. Jahrhunderts um die Kirche im Südflügel erweitert war das Kloster erst 2014 zum Seminar- und Eventzentrum umgebaut worden. Leider konnten die damals gesteckten Ziele nicht erreicht werden, weshalb das Kloster unlängst als „Millionengrab“ bezeichnet wurde. Nun also der schnelle Abriss.

Die Partei für Leute und Kram reagierte in einer Stellungnahme auf den Abriss. Garry B. begrüßte den Abriss alter Bauten zu Gunsten von Profit-erwirtschaftenden Unternehmen.

Ich denke unser Anspruch beim Denkmalschutz sollte „Rentiert oder Demoliert“ sein. Die Klöster des Kapitalismus sind schließlich Supermärkte und Tankstellen.

Garry B., Präsident der PLK

Durch großes Glück waren wir in der Lage, in die geheime und definitiv „echte“ WhatsApp Gruppe des Parlaments zur Haushaltsdebatte eingeladen zu werden und konnten so alle Diskussionen nachverfolgen:

Für alle die, die noch nicht das Glück hatten, die Haushaltsdebatten in voller Länge anzusehen:

Doch keine Sorge! Eine solche Debatte kann man auch interessanter gestalten. Beispielsweise mit einem Trinkspiel:

Am Rande der Haushaltsdebatte des PDG, zu der wir ausführlich am Freitag berichten werden, wurde am Montag bekannt, dass es in Ostbelgistan bald eine weitere Partei geben wird: Die Partei für Leute und Kram.

Mit diesem Logo möchte die Partei für Leute und Kram in den nächsten Jahren bis zu den Wahlen konstruktive Spottpolitik betreiben.

In einem Interview mit Ostbelgistan Daily erklärte der Vorsitzende, Garry B., dass seine Partei Mitte-Links-Rechts Politik mit liberal grüner Kapitalismuskritik machen wolle. Inhaltliche Schwerpunkte lägen, so der Jungpolitiker, bei Leuten, aber auch bei diversem Kram.

Möchten wir die Politik ehrlicher machen? Nein.
Möchten wir die Politik besser machen? Nein.
Möchten wir auch mal im Rampenlicht stehen? Ja.

Garry B. über seine Motivation, in die Politik zu gehen.

Ob eine weitere, unseriöse Spaßpartei das politische Gleichgewicht in Ostbelgistan endgültig kippen wird, oder ob sich alle anderen Parteien nun zusammenschließen, bleibt noch abzuwarten.

Erste Gespräche mit möglichen Koalitionspartnern für 2024 soll es bereits gegeben haben. Auch einer Ernennung zum neuen Informator durch den König würde man zustimmen.

Es gibt auch ein erstes Parteiposter:

Lange hat die Aachener Stop-Tihange Bewegung darauf gedrängt, nun passiert es nach einem neuerlichen Störfall endlich: Tihange wird sofort abgeschaltet in der Form einer Notsprengung.

Die Betreiber erklärten ihr Vorgehen damit, man wolle nicht nur sicher gehen, dass man nicht in Versuchung gerate, den Meiler wieder einzuschalten, sondern auch die Frage endgültig zu klären, ob ein Super-GAU jetzt für die Aachener Bevölkerung eine Katastrophe gewesen wäre, oder nicht.

Ein solcher Flyer ist in Aachen oft zu finden. Nun haben die Gegner von Tihange ihr Ziel also erreicht.

Als Datum für die Sprengung wurde der 01.01.2020 um 00:01 genannt.

Überraschung zum Jahresende: Im Rahmen des Klimaplans wird der RAVeL Weg wieder zur Bahnverbindung zwischen Raeren und St. Vith umfunktioniert. Ostbelgistan Daily hat die wichtigsten Informationen.

Endlich umweltfreundlich pendeln! Wer denn Vennliner mag, wird die Vennbahn 2.0 lieben. Der Ursprungsplan sah eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Raeren und St.Vith vor, mit Haltestellen in Eupen, Bütgenbach, Büllingen, Amel, St.Vith.

Da eine elektrische Hochgeschwindigkeits-Bahnverbindung preislich allerdings zu teuer gewesen wäre, hat man uns auf Nachfrage bestätigt, dass man nun 50.366,60€ einen Dieselzug ankaufen wird und die Strecke bis Luxemburg ausbaut, damit der Zug preisgünstig nachtanken kann.

Um die Strecke zeitnah realisieren zu können, wird man sich von der Expertise der Projektmanager von Stuttgart 21 inspirieren lassen.

Für einige kommt diese Entscheidung überraschend, andere sahen es bereits kommen: Die Regierung der DG kauft der Aspire Academy die KAS Eupen ab und wird sie in FC Ostbelgien umbenennen. Damit macht man nun den nächsten Schritt im Marketingstrategieplan „Standort“.

Der Kauf wird von Experten auf 343.058.024 Euro geschätzt und umfasst neben den Vereinsrechten auch das Stadion und die Trainingsplätze sowie alle Verträge von Spielern und Personal.

Die Trikots werden weiß mit dunkelblauen Akzenten für Heimspiele und türkis für Auswärtsspiele. Ein erster Teaser für die Trikots und das Vereinsmotto wurde auch schon veröffentlicht.

Ob es auch personelle Veränderungen geben wird, ist noch nicht bekannt. Angeblich soll der frisch in Rente gegangene Uli Hoeneß für den Verein verpflichtet werden.

Endlich muss man sich nicht mehr fragen, in welchen Müllsack der Abfall gehört. Ab 2020 werden in allen ostbelgischen Haushalten die neuen Mülltüten Pflicht, die nicht länger den Inhalt definiert, sondern den Ort, an den der Müll geschmissen wird:

Auf Nachfrage wurde erklärt, dass dieser Schritt nun der ideale Kompromiss zwischen Recycling und verantwortungsloser Müllentsorgung ist.

Es war mit 20 Minuten eine kurze Plenarsitzung, dennoch wollen wir Ihnen den ungekürzten Live-Ticker nicht vorenthalten. So oder so ähnlich trug sich die Sitzung zu:

17:01 – Der Präsident eröffnet die Sitzung.

17:02 – Es kommt zu einem Zwischenruf aus der Ecke der Journalisten: Anscheinend gibt es keine Brötchen.

17:04 – Die Vorstellung des Dekretentwurfs über Verfahren zur Beilegung von Besteuerungsstreitigkeiten in der Europäischen Union beginnt. Fairere Besteuerung für Privatpersonen und Unternehmer bei grenzüberschreitenden Verdiensten. Das könnte eine Rekordsitzung werden.

17:09 – Auf die Frage, wer etwas dazu sagen möchte, meldet sich ein Mehrheitsabgeordneter und bringt uns kaltblütig um den Rekord für die schnellste Plenarsitzung aller Zeiten.

17:16 – Ein Pizzabote betritt den Saal, offensichtlich hat ein Journalist eine Pizza bestellt.

17:17 – Es handelt sich um die falsche Pizza. Ein Streit entsteht. Währenddessen beginnt die Abstimmung.

17:21 – Die Sitzung wird geschlossen.

Anmerkung des Autors: Das Verfassen dieses Tickers hat länger gedauert als die Sitzung. 1:0 für das Parlament.

(Beitragsbild: Markus Spiske)